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Frühjahrskonzert der Gegensätze beim KKMV Pfeddersheim

Dirigent Volker Günther hatte für das diesjährige Frühjahrskonzert des kath. Kirchenmusikverein 1964 Pfeddersheim e.V. ein Programm zusammengestellt, das für die  Gäste durch extreme Gegensätze Spannung und Abwechslung bereithielt. Los ging es inspiriert vom Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker mit „Leichtes Blut“, einer Schnell-Polka von Johann Strauß (Sohn).  Die zahlreichen Tempo- und Themenwechsel innerhalb nur eines Stückes verlangten den 34 Musikern bei „Oregon“  volle Konzentration ab. Das Stück beschreibt eine Zugfahrt durch den Staat Oregon zur Zeit der ersten Siedler, mit mystischem Beginn, langsamer Reise durch die weiten des Landes und rasender Fahrt auf der Flucht vor Indianern.  Gekonnt leitete Moderatorin Sonja Decker über zur Ballade „Vivo per lei“, einer Liebeserklärung des italienischen Sängers Andrea Bocelli an die Musik. Juliette Darnault, Louis Keil und Ricarda Günther spielten zum ersten Mal bei einem Frühjahrskonzert mit, für die knapp 16jährige Jeanette Goldschmidt hingegen war es bereits das fünfte Konzert in den Reihen des KKMV.Das Programm bereicherten die Nachwuchsmusikermit Solo-Stücken, bei denen es sich zwar jeweils um Filmmusik handelte, aber auch diese hätte gegensätzlicher nicht sein können: der verträumten Beschreibung des Traumlandes Oz in „Over therainbow“ (Gesang-Solo Jeanette Goldschmidt)  stand John Williams düstere Titelmusik „Schindlers Liste“ (Violinen-Solo Ricarda Günther) gegenüber, in der die dunkelste Zeit Deutschlands eingängig vertont wird.In diese Zeit fiel auch das Berufsverbot der jüdischen Sänger der ComedianHarmonists. Umso größer fiel daher der musikalische Spannungsbogen zu den beliebtesten, fröhlichen  und auch heute noch fast jedem bekannten Melodien bei „ComedianHarmonists in Concert“ aus. Rhythmus und Lebensfreude pur zeigten  insbesondere die Schlagzeuger des KKMV nach einer kurzen Pause beim „Roberto Blanco Medley“, dessen „Ein bisschen Spaß muss sein“ sich wie ein roter Faden durch den zweiten Konzertteil zog.  Auch wenn bei genauer Betrachtung eigentlich ernste Themen (nämlich die Zeit des Kalten Krieges bzw. der Tod eines Freundes) Anlass zu Nenas „99 Luftballons“ und Udo Lindenbergs „Hinterm Horizont“ waren, luden diese Titel die Zuhörer ebenso zum Mitsingen und Mitklatschen ein wie das Neue-Deutsche-Welle-Medley „80er Kult(Tour)“.  Nach dem Schlusslied „Les Humphries in Concert“, bei dem der Trompetensatz noch einmal glänzen konnte, forderten die Zuhörer in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Paternusschule daher lautstark Zugabe. Diesen Wunsch erfüllten die Musiker gerne mit „Marmor, Stein und Eisen bricht“, bevor sie sich mit „Mein Pfeddersheim“ (einem Text von Volker Günther zu dem Marsch „Mein Heimatland“) gesanglich von ihren Zuhörern verabschiedeten. Für die großzügige Unterstützung bei den Vorbereitungen des Konzertes bedankt sich der KKMV beim Autohaus Lentz, Blumen Schmitt, Weingut Goldschmidt, den Kartenvorverkaufsstellen sowie VSK Technik Kübler.